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Keyword Stuffing? Nein, Danke!

Christopher Schäfer
7. Dezember 2023
Keywords sind wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, aber zu viele Suchbegriffe können dem Ranking schaden. Wir verraten Dir, wie Du Keyword Stuffing vermeiden kannst.

Definition: Keyword Stuffing ist die unverhältnismäßige Verwendung von Suchbegriffen, um das Google-Ranking zu verbessern. Die Website wird regelrecht mit Suchbegriffen vollgestopft (engl.: to stuff), was im schlimmsten Fall zum Ausschluss aus dem Index führen kann.

Was ist Keyword Stuffing?

Keywords sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Sie können das Ranking und die Relevanz von Seiten bei Google und anderen Suchmaschinen verbessern, weshalb Websites nicht mehr ohne SEO auskommen. Statt Suchbegriffe sinnvoll und in Maßen einzusetzen, werden Texte jedoch übermäßig mit Keywords vollgestopft, was die Lesbarkeit einer Seite oft stark beeinträchtigt. Diese übermäßige Verwendung von Suchbegriffen wird als Keyword Stuffing bezeichnet.   In der Vergangenheit war es durchaus ein probates Mittel, um die Auffindbarkeit von Websites bei Google zu verbessern. Insbesondere in den frühen Zeiten der Suchmaschinen wurden Keywords überproportional eingesetzt – ohne Rücksicht auf die Folgen für die Lesbarkeit eines Textes. Suchmaschinen durchsuchten Seiten nach ihrer Keyworddichte und bevorzugten damals Websites mit Keyword Stuffing im Ranking.  

Welche Folgen hat Keyword Stuffing?

Während Keyword Stuffing früher noch viele Vorteile für Webseitenbetreiber hatte, werden Webseiten heute von Google abgestraft. Spätestens seit dem sogenannten Panda-Update werden Seiten mit dünnen, unleserlichen Inhalten und überproportional vielen Keywords schlechter bewertet und landen somit weit hinten im Ranking. Mit Keyword Stuffing war es seit dem Update nicht mehr möglich, eine mit Keywords vollgestopfte Website bei Google ganz oben zu platzieren. Google führt seither eine Qualitätsbewertung durch, um daraus den Rankingfaktor zu ermitteln.   Statt Keyword Stuffing steht heute die Qualität einer Website im Vordergrund. Das bedeutet: Weniger Keywords, dafür besser lesbare Texte, die einen echten Mehrwert bieten. Dabei wird die Häufigkeit der verwendeten Keywords in Relation zur Gesamtlänge des jeweiligen Textes gesetzt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte WDF/IDF-Formel. Sie gibt nicht nur Auskunft über die Häufigkeit der verwendeten Keywords, sondern auch über das Verhältnis der verwendeten Keywords, die für das jeweilige Thema relevant sind. Ist die Keyworddichte überproportional hoch, wertet Google dies als Keyword Stuffing und straft die Website ab. Im schlimmsten Fall wird die Seite ganz aus dem Index entfernt.   Oft wird Keyword Stuffing auch mit dem Begriff „Black Hat SEO“ in Verbindung gebracht. Diese Methode zielt darauf ab, das Ranking einer Website entgegen den Richtlinien von Google und anderen Suchmaschinen um jeden Preis zu verbessern. Dabei kommen neben dem Keyword Stuffing auch andere Praktiken zum Einsatz, wie zum Beispiel ein exzessiver Linkkauf. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum Website-Betreiber überhaupt noch Keyword-Stuffing betreiben, wenn die Seiten von den Suchmaschinen abgestraft werden. Vermutlich, weil der Weg so schön einfach ist. Zum Ziel führt er zum Glück nicht mehr.   

Wo tritt Keyword Stuffing auf?

Keyword Stuffing kann in den unterschiedlichsten Bereichen auftreten – längst nicht mehr nur im textlichen Inhalt einer Website, sondern auch in
  • Meta-Titeln und Meta-Descriptions
  • Texten auf Unterseiten 
  • Ankertexten (Linktexten)
  • der URL
  • Überschriften
Treten Keywords vor allem in kurzen Texten gehäuft auf, werden sie von Google schnell als Spam bewertet, da diese Texte in der Regel wenig Mehrwert bieten. Das gilt übrigens auch für Duplicate Content, also Inhalte, die sich in Struktur und Inhalt zu sehr ähneln.  

Wie lässt sich Keyword Stuffing vermeiden?

Um ein optimales Ranking für Websites zu erreichen, sollte Keyword Stuffing unbedingt vermieden werden. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen.
 
  1. Qualitativ hochwertige Inhalte
Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Keyword Stuffing ist qualitativ hochwertiger Content. Statt Texte mit Keywords vollzustopfen, sollte der Inhalt immer einen Mehrwert bieten – unabhängig von der Länge. Sowohl bei kurzen als auch bei langen Texten ist es wichtig, die Informationen auf den Punkt zu bringen und die Inhalte logisch zu gliedern. Überschriften, Hervorhebungen, Stichpunkte, Tabellen, Bilder, Links und Grafiken können dabei sehr hilfreich sein, um die Inhalte ansprechender zu gestalten und die Verweildauer der Leser zu erhöhen. Anstatt sich ausschließlich auf Suchbegriffe zu konzentrieren, sollte der Schwerpunkt immer auf der Qualität der Inhalte liegen. Schreibst du bspw. einen Text über Eisbären, wird der Begriff “Eisbär” in einem hochwertigen Text schon von selbst oft genug vorkommen, ohne es zu erzwingen. 
 
  1. Keyword-Gruppen statt einzelne Keywords nutzen
Anstatt sich nur auf ein Keyword zu konzentrieren, sollten bei der Erstellung von Inhalten auch verwandte Suchbegriffe verwendet werden. Es gibt zum Beispiel viele kostenlose Tools, die bei der Keywordrecherche helfen können. Neben relevanten Synonymen erkennt Google auch ganze Keywordgruppen, die zum Thema passen und den Text natürlicher erscheinen lassen. Eines der wichtigsten Werkzeuge für die Erstellung relevanter Inhalte ohne Keyword Stuffing sind die bereits erwähnten WDF/IDF-Tools. Sie können helfen, wichtige Suchbegriffe gleichmäßig im Text zu verteilen und eine übermäßige Verwendung einzelner Keywords zu vermeiden. 
 
  1. Synonyme zur Vermeidung von Keyword Stuffing
Die gleichen Suchbegriffe sind besonders auffällig, wenn sie gehäuft auftreten. Daher ist es wichtig, bei der Erstellung von Inhalten neben den Hauptkeywords auch Synonyme zu verwenden und diese in verschiedenen Variationen zu verwenden, zum Beispiel als Einzelwort oder zusammengesetztes Wort, mit oder ohne Bindestrich, im Singular oder Plural. 


  1. Natürlich und im Sinne der Leser schreiben
Bei der Erstellung von Inhalten ist es besonders wichtig, leserorientiert zu schreiben. Dazu sollten sich Website-Betreiber zunächst selbst fragen, welche Themen sie erwarten, beziehungsweise wie sie sich die Struktur oder den Inhalt einer Website vorstellen. Komplizierte und unverständliche Wörter und verschachtelte Sätze mit unzähligen Kommas sind eher kontraproduktiv. 

Besser sind kurze Sätze, die ansprechend geschrieben sind und mit harten Fakten punkten. Wer beispielsweise ein bestimmtes Produkt vermarkten möchte, sollte bei der Beschreibung schnell auf den Punkt kommen und alle wichtigen Fakten übersichtlich darstellen. Gerade bei kurzen Texten ist es wichtig, dass die Inhalte viele relevante Informationen enthalten. Wer die Suchbegriffe in jedem Satz verwendet, beeinträchtigt schnell die Lesbarkeit des Textes.
 

Fazit: Keyword Stuffing unbedingt vermeiden

Keyword Stuffing war früher ein probates Mittel, um eine Website im Google-Ranking weit oben zu platzieren. Heute kann die übermäßige Verwendung von Keywords im schlimmsten Fall zum Ausschluss aus dem Index führen, sodass die Website trotz relevanter Keywords nicht in der Rankingliste erscheint. Besser ist es, auf guten Content mit echtem Mehrwert zu setzen und die Keywords natürlich in den Text einzubauen und nicht zu häufig zu verwenden. Kostenlose Tools, wie zum Beispiel WDF/IDF-Tools, können nicht nur bei der Keywordrecherche, sondern auch bei der natürlichen Verteilung der Suchbegriffe helfen.
Christopher Schäfer

Als Wahlhamburger bin ich 2016 zur Hanseranking GmbH gekommen und leite aktuell die SEO Abteilung. Mit großer Begeisterung teile ich mein Wissen für das Team und für unsere Kunden.

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