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Enhanced Conversions & Consent Mode

Sabrina Beck
19. Dezember 2023

Vielleicht kennst Du das Problem – Du möchtest eine erfolgreiche Werbestrategie etablieren, doch Dir fehlen hierzu entscheidende Daten. Diese Datenlücken lassen sich jedoch durch einige kleine Tricks schließen.

Wie Du hierbei am besten vorgehst und was Du beachten solltest, erfährst Du in diesem Artikel.

 

Definition:

Consent Mode wird auch als „Einwilligungsmodus“ bezeichnet. Je nachdem, welchen Status ein Nutzer ausgewählt hat, können sich die Google Tracking Tags ändern.

 

Die Enhanced Conversion bietet Dir eine erweiterte Tracking-Einstellungen des Ads Tags an. Um diese Funktion sinnvoll nutzen zu können, müssen im Quellcode des Tag Managers einige Einstellungen angepasst werden.

Warum Dir oft zu wenige Daten angeboten werden

Google selbst stellt Dir alle Daten zur Verfügung, die Du für eine erfolgreiche Anzeigenschaltung benötigst. Doch woran liegt es dann, dass Du nur wenige Daten nutzen kannst? Die kurze Antwort lautet: Es liegt an der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung).

Durch die DSGVO dürfen nur noch wenige Nutzerdaten gesammelt werden, was in der Anzeigenerstellung zu erheblichen Problemen führen kann. Selbst erfahrene Marketers haben hiermit seit einigen Jahren zu kämpfen. Schließlich können User im Rahmen der Cookie-Hinweise nicht nur aktiv der Datennutzung und Speicherung widersprechen und diese hierdurch verhindern. Es gibt auch einige Browser, die der übermäßigen Datenspeicherung automatisch einen Riegel vorschieben.

Aber wie kannst Du dennoch ausreichend Daten sammeln, um Deine Produkte so zielgerichtet wie möglich zu verkaufen? Dies gelingt Dir durch den Google Consent Mode sowie durch die Enhanced Conversions.

Der Consent Mode von Google

Der Consent Mode ist ein Einwilligungsmodus, der je nach Status der User eine Änderung im Verhalten der Tracking Tags von Google hervorruft. Dies geschieht auf die folgende Weise:

Akzeptiert ein Nutzer die Datenspeicherung durch das Klicken des entsprechenden Buttons des Cookie-Banners, generiert Google alle Daten in der gewohnten Form. Verweigert ein User jedoch das Tracking, wird durch den Consent Mode lediglich ein „Ping“ ausgelöst. Dies hat den Vorteil, dass kein Cookie notwendig ist. Hierdurch lassen sich Daten wie die verweisende URL oder der Zeitpunkt, zu dem ein Nutzer Deine Seite besucht hat, sammeln. Dies ist datenschutzkonform, da Google in diesem Fall keine personenbezogenen Daten speichert.


Tipp: Im Consent Mode stellt der Ping die Anzahl von Opt-in und Opt-out gegenüber, also im Grunde die Anzahl der erlaubten vs. den nicht erlaubten Zugriffen. Hieraus lassen sich Conversiondaten von den Nutzern ableiten, die mit dem Tracking nicht einverstanden waren.

 

Hierzu ein Beispiel:

Es kommen 200 Nutzer auf Deine Seite. 150 von ihnen sind mit dem Tracking einverstanden, während 50 dem Cookie-Hinweis widersprechen. Für diese 50 User wird der Ping ausgelöst. Google ermittelt nun anhand dieser 50 abgelehnten Trackings, wie hoch die Conversions ausfallen werden. Beachte allerdings, dass die Conversionrate bei Nutzern, die dem Cookie-Banner widersprechen, in der Regel geringer ausfällt als bei Usern, die dem Tracking zustimmen.

Consent Mode von Google

Google Consent Mode einrichten – das solltest Du beachten:

Um den Consent Mode einzurichten, solltest Du zunächst die folgenden Voraussetzungen überprüfen:

  • Der Consent Mode arbeitet lediglich mit dem gtag
  • Am einfachsten bindest Du ihn im Google Tag Manager ein
  • Füge den Dienst Deiner Datenschutzerklärung hinzu und sprich mit Deinem Datenschutzbeauftragten ab, ob Du auf der sicheren Seite bist

Wichtig: Je mehr Daten Google erhält, desto zuverlässiger wird auch die Berechnung der Conversions. Du solltest daher mindestens 75 Tage abwarten, um angemessene Ergebnisse zu erhalten.

Enhanced Conversions – erweiterte Conversions nutzen

Durch die Funktion Enhanced Conversions lassen sich laut Google etwa 5 Prozent der durch die Ablehnung des Trackings verloren geglaubten Daten wiederherstellen. Auch hier ist jedoch auf eine datenschutzkonforme Nutzung zu achten.

 

Google Enhanced Conversions sammelt automatisch weitere Nutzerdaten wie beispielsweise die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse. Damit der Datenschutz gewährleistet werden kann, erfolgt eine Verschlüsselung dieser Daten. Die User müssen jedoch das Cookie-Banner akzeptieren.

 

Übermittelt der Hash nun beispielsweise die E-Mail-Adresse, kann Google herausfinden, ob durch diese E-Mail-Adresse in dem gewählten Zeitrahmen Conversions erfolgten. Du kannst den Enhanced Mode lediglich für Google Ads Tags aktivieren. Eine Verwendung ist nur für Leads und Käufe möglich.

Erweiterte Conversions in Google Ads aktivieren – so gehst Du vor:

Google Ads erweiterte Conversions lassen sich am einfachsten aktivieren, indem Du die Einstellungen des Tag Managers anpasst. Auch eine Anpassung im Quellcode ist notwendig.

Fazit

Die DSGVO hat es Werbetreibenden in den letzten Jahren schwer gemacht, notwendige Daten zu sammeln, um die Erfolge von Kampagnen zu verbessern. Durch den Consent Mode sowie die Enhanced Conversions lassen sich jedoch Datensätze erzeugen, auch wenn das Tracking mittels Cookie-Banner abgelehnt wurde. Zwar lassen sich die Daten nicht zu 200 Prozent wiederherstellen, aber sie bedeuten dennoch eine enorme Steigerung der auswertbaren Signale.

Sabrina Beck

Als gebürtige Ulmerin bin ich 2022 zu Hanseranking nach Hamburg gekommen und begleite unsere Kunden als SEA Managerin dabei, erfolgreicher im Internet zu werden. Mein Hauptaugenmerk hat sich dabei auf Google Ads, Google Analytics sowie die Kampagnenplanung & Analyse ausgerichtet. Ich freue mich, dieses Wissen mit Euch zu teilen.

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